Bild des Tages
Wandern mit Abholung ab Flughafen Neapel
Wellness- & Wanderung für Senioren
Schnupper-Wanderwoche
Wir sind von Ischia und sind Vorort!

Ischia – Baden im Thermalwasser

Ischia – Baden im Thermalwasser Weltbekannt ist Ischia vor allem wegen seiner Thermalwasserquellen und Fumarolen. Seit der Antike werden sie hier auf Ischia unter anderem zur Linderung verschiedenster Beschwerden und zur Entspannung geschätzt.

In den letzten 40 Jahren wurde die Thermalwasserkur sogar intensiv erforscht und deren wohltuende und heilende Wirkung auf die Gesundheit belegt.

Entstehung der Thermalwässer

Thermalwasserquellen und Fumarolen treten vor allem an tektonischen Schwachstellen auf. Solche Schwachstellen entstanden auf Ischia durch den Aufstieg von Magma und der damit einhergehenden Hebung und dem gleichzeitigen Zerbrechen der darüber liegenden Schichten.

Entlang dieser Schwachstellen kann nun Regen- und Meerwasser eindringen und bis in die Nähe der Magmakammer einsickern. In den tieferen Gesteinsschichten wird es aufgeheizt, reichert sich mit Mineralen und Gasen an und steigt wieder bis zur Erdoberfläche auf. Hat das Wasser an der Quelle eine Temperatur von mindestens 20°C, wird es als Thermalwasser bezeichnet.

Auf Ischia gibt es Thermalwasserquellen, die auf der ganzen Insel verteilt sind, meist jedoch in Küstennähe vorkommen. Baden im Thermalwasser ist fast überall möglich. Früher musste eine Badeanstalt direkt über eine Quelle gebaut werden. Doch dank des technischen Fortschrittes kann man heutzutage das heilende Wasser mittels Bohrungen überall auf der Insel nutzen. So haben mittlerweile fast alle Hotels Thermalwasserbecken auf ihrer Anlage.

Am Strand von Sorgeto und Cartaromana treten die heißen Thermalquellen sogar direkt am Meeresufer aus. Sie mischen sich dort mit dem kühleren Meereswasser und laden so zu jeder Jahreszeit zum Baden ein.

Zusätzlich zu den Hotels gibt es auch zehn öffentliche Thermalparks auf der Insel, also wunderschön angelegte Gartenanlagen mit mehreren Thermalwasserbecken unterschiedlicher Wassertemperatur. Neben einem Thermalbad werden dort oft auch medizinische Behandlungen und Massagen angeboten.

Thermalwässer und ihre heilenden Anwendungsformen

Das Thermalwasser der Hotelanlagen, Thermalparks und anderen Badebetrieben wird mindestens einmal jährlich von staatlichen Einrichtungen analysiert. Daher kennt man auch die Zusammensetzung der Thermalwässer sehr genau.

Diese unterscheidet sich auf Ischia deutlich von Quelle zu Quelle. Es sind jedoch weniger die einzelnen Bestandteile selbst, die so verschieden sind, sondern vielmehr die Menge der einzelnen Bestandteile. So kommen auf der Insel überwiegend Chlorid- und Hydrogenkarbonat-Wässer vor.

Um die wohltuende und heilende Wirkung des Thermalwassers genießen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Anwendung. Die klassische und an der weitesten verbreiteten Form ist das Thermalbad.

Darüber hinaus werden auf Ischia vor allem Fangoanwendungen sowie Inhalations- und Aerosoltherapie angeboten. Fango ist ein Heilschlamm, der aus Thermalwasser und einem Trägermaterial hergestellt wird. Als Trägermaterial wird auf Ischia Ton oder Tuffit genutzt, welcher für sechs Monate in einem Becken mit Thermalwasser lagert. In dieser Zeit werden die Mineralien, Gase und Mikroorganismen, die im Thermalwasser enthalten sind, in das Trägermaterial eingelagert. Der so entstandene Fango besitzt nun die heilenden Eigenschaften des Thermalwassers. Auf der Haut aufgetragen, entfaltet der 40-45°C warme Fango dann seine Wirkung.

Für die Behandlung von Atemwegserkrankungen, oder als Vorbeugung vor Erkältungskrankheiten werden Inhalation und Aerosol eingesetzt. Unter Inhalation versteht man das Einatmen des Thermaldampfs über den Mund. Aerosol hingegen ist fein zerstäubtes Thermalwasser, welches durch die Nase eingeatmet wird.


Sehen Sie auch

Bild der Wanderung
Bild des Landschafts
Bild Rastpause