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Wir sind von Ischia und sind Vorort!

Die Vulkane der Insel Ischia

 Die Entstehung der Insel Ischia beginnt vor nur 150.000 - 135.000 Jahren mit ersten Vulkanausbrüchen in diesem Gebiet. Deren Ablagerungen finden wir heute vor allem im Osten und Südosten von Ischia.

Vor 55.000 Jahren kam es erneut zu Vulkanausbrüchen und zur Entstehung einer Vertiefung, einer sogenannten Caldera. Durch den anschließenden Meeresspiegelanstieg füllte sich die Caldera mit Meerwasser. Die damals abgelagerten vulkanischen Aschen sind heute als „Grüner Tuff“ bekannt.

Vor rund 33.000 Jahren füllte sich die Magmakammer wieder mit heißem, zähflüssigem Magma. Durch den Aufstieg des Magmas kam es zur Hebung der darüber liegenden Erdschichten. Dabei zerfielen diese Erdschichten, bestehend aus dem „Grünen Tuff“, in einzelne Bruchschollen. Die am höchsten gehobene Scholle ist der Epomeo.

Die Geologen bezeichnen den Berg daher als vulkano-tektonischen Horst. Es handelt sich also nicht um einen Vulkan. In den folgenden Jahrtausenden ist entlang einiger Schollengrenzen Magma bis zur Erdoberfläche aufsteigen. So kam es zu zahlreichen Vulkanausbrüchen, die die Landschaft veränderten und gestalteten.

Der letzte Ausbruch ereignete sich im Jahre 1301 oberhalb von Ischia im Ort Fiaiano. Mit ihm zählt man heute mehr als 45 Ausbruchszentren - sowohl unter dem Meer als auch auf der Insel Ischia. Seit dem letzten Vulkanausbruch sind inzwischen mehr als 700 Jahre vergangen. Viele Vulkane sind daher heute so stark bewachsen, dass es für einen Laien nicht einfach ist, sie auf den ersten Blick zu erkennen. Einige Vulkane, wie der Rotaro, sind jedoch gut sichtbar.

Daneben gibt es weniger auffällige Lavadome, wie die Halbinsel vor Sant’ Angelo, erkaltete Lavaströme, wie der Zaro, oder Maare, wie der Krater von Panza.

Die Verwitterung der Gesteine

Seit der Heraushebung der Insel aus dem Meer konnten auch Wind, Wasser, Sonne und Salz das Gestein angreifen, sodass Verwitterung und Abtragung einsetzten.

Vor allem im Westen der Insel kann man die Auswirkungen einer besonderen Art der Verwitterung entdecken. Bei der sogenannten Tafoni-Verwitterung wird das Gestein von unten abgetragen und es entstehen teilweise Strukturen, die an Bienenwaben erinnern.

Bei einer anderen Art der Verwitterung entstehen pyramidenartige Formen. Diese findet dort statt, wo ein größeres Gesteinsstück das feinere Material darunter vor der Abtragung schützt. Einige Beispiele der Pyramiden-Verwitterung findet man oberhalb vom Maronti-Strand.

Die vulkanische Aktivität der Gegenwart

Die vulkanische Aktivität ist bis heute überall auf der Insel spürbar. An mehreren Stellen kann man beispielsweise heißen Dampf aus dem Boden aufsteigen sehen. Bei diesen sogenannten Fumarolen handelt es sich um Wasserdampf, der mit vulkanischen Gasen angereichert ist. Man findet sie unter anderem am Rotaro-Krater und am Maronti-Strand bei Sant’Angelo. Der Sand ist dort an der Oberfläche so heiß, dass sich darin sogar rohe Eier bzw. Kartoffeln kochen lassen!

Neben den Fumarolen beweisen auch die vielen Thermalwasserquellen auf Ischia, dass sich im Untergrund noch immer eine Wärmequelle - eine Magmakammer - befindet. Dabei sind die Thermalwässer mehr, als nur aufgewärmtes Regen- oder Meerwasser. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe wie Natrium, Calcium, Chlorid oder Eisen machen sie auch zu Heilwässern, welche schon seit der Antike Anwendung auf Ischia finden.


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